Ein Guide zu schönen Städten auf Mallorca

Entdecke Mallorca abseits der Touristenorte

Mallorca bedeutet für Dich nur Ballermann und vollgepackte Strandhotels? Think again. Einige Orte auf der Baleareninsel mögen genau das sein. Doch bietet Mallorca gleichzeitig zahlreiche Rückzugsorte, von geschützten Stränden zu rustikalen Dörfern, sowie bodenständige Locals. Von der Hauptstadt Palma über Pollença bis Capdepera an der weniger bekannten Ostspitze der Insel führt Dich Fotografin Ana Lui nicht nur in schöne Städte auf Mallorca, sondern Orte, die von Innovation und Handwerkskunst geprägt sind.

Das Leben der Fotografin Ana Lui Golebiewska scheint Mallorcas ruhigeres Wesen perfekt zu verkörpern. Nachdem sie 14 Jahre lang auf der Nachbarinsel Ibiza zu Hause war, zog sie kurz vor dem COVID-19-bedingten Lockdown nach Mallorca. Sie und ihr Verlobter besitzen eine alte Finca und verbringen derzeit viel Zeit damit, das umliegende Land zu bearbeiten, Bio-Gemüse anzupflanzen und das Haus auf authentischste und umweltfreundlichste Weise zu restaurieren. Ana beschreibt ihr Inselleben als sehr einfach. „Wenn ich nicht arbeite oder reise, lebe ich das Leben eines ,Payés', was auf Katalanisch Bauer bedeutet. Ich fahre so oft ich kann mit dem Fahrrad in die Stadt und jeden Morgen pflücken wir frisches Gemüse aus dem Garten”, sagt sie. „Mallorca hat bisher alles, was ich brauchte und insgeheim wollte - City Vibes in Palma, erstaunliche lokale Handwerker und Produkte sowie das Inselgefühl.”

Aus der Absicht heraus, die Einfachheit jedes Ortes oder jeder Person, die sie fotografiert, zu zeigen, arbeitet Ana seit über einem Jahrzehnt als Werbefotografin. Wie beeinflusst das Leben auf Mallorca ihre Arbeit? „Mallorcas Bewohner sind sehr kreativ, einfallsreich und unglaublich aufrichtig und freundlich”, sagt sie. Dieser Fokus auf lokale Produkte – insbesondere mit vielen jüngeren Menschen, die sich mit dem Anbau und der lokalen Produktion von Lebensmitteln und Waren befassen – ist etwas, was Ana in ihrer Arbeit hervorhebt, von nachhaltigen SchuhdesignerInnen, Bio-WeinproduzentInnen, Matcha-BrauerInnen bis hin zu Fair Fashion DesignerInnen und InnenarchitektInnen.

Optisch gleicht Mallorca einem Kaleidoskop aus Sandsteinmauern, kräftigen Bougainvillea-Pflanzen, türkisfarbenem Wasser und üppigem Grün. „Wenn ich herumfahre, fühle ich mich manchmal wie in Sizilien, manchmal sieht es aus wie in Südfrankreich, manchmal wie in Lanzarote mit den Vulkanhügeln oder Südportugals stimmungsvollen Klippenrändern. Mallorca hat wirklich alles für mich”, sagt Ana und fügt hinzu, dass das Inselleben sie mehr mit der Natur, dem Meer und dem Wetter verbunden hat. „Mir wurde klar, wie wenig ich wusste und wie weit ich vom Landleben entfernt war. Sobald Du dabei zusiehst, wie das Essen aus Samen wächst, und den Lebenszyklus aus der Nähe betrachtest, ändert sich die Art und Weise, wie Du die Welt siehst. “

Anas Reiseführer für Mallorca

Palma

Von Palmas beeindruckender gotischer Kathedrale La Seu – mit ihren Sandsteinmauern und Strebepfeilern – bis zu den unzähligen kulinarischen Angeboten der Stadt war es noch nie aufregender, Zeit in der Inselhauptstadt zu verbringen. Einheimische Köche, die sowohl von ihren mallorquinischen Großmüttern als auch von der mediterranen Nouvelle Cuisine inspiriert sind, verleihen der Food Szene eine Prise Kreativität, während nachhaltigkeitsorientierte Modelabels der Stadt ein modisches Update geben. Beginn Deinen Tag mit Brunch bei Molienda und beende ihn bei Chula Vista mit mexikanischen und Gerichten und Mezcal-Margaritas – oder bei Rikito, einem italienisches Restaurant, das hausgemachte Pasta serviert. Oben auf der Liste steht auch De Tokio a Lima, eine Fusion aus japanischer, peruanischer und mediterraner Küche. Besuche außerdem unbedingt Palma Bread (und probiere ihre Zimtschnecken) sowie OMA Concept Store und Sun Vibes Collective Collective für vor Ort hergestellte Kleidung.

Capdespera

Das schöne Dorf Capespera liegt an der Ostspitze der Insel. Mit Blick auf das Meer und umgeben von Wäldern beherbergt es eine Reihe von Denkmälern, von denen das Capespera Castle, eines der größten Schlösser der Insel, das bemerkenswerteste ist. Capespera ist Mallorca in seiner lokalsten Form – hier kannst Du sicher sein, von einem rein mallorquinischen Publikum umgeben zu sein. Besuche Son Poca Palla und lass dir von ihren Artisans einen Korb flechten und geh auf einen Kaffee im Tortuga Concept Store vorbei. Ein Besuch am Strand darf natürlich nicht fehlen: Besuche hierfür unbedingt Cala Mesquida oder Cala Aguilla.

Port de Pollença

Die antike Stadt Pollença hat unglaublich viel Soul, was sie zu einem perfekten Rückzugsort für Kulturbegeisterte macht. Ob es ein Spaziergang von der Altstadt bis zur Kirche von Calvaria ist oder die vielen kulinarischen Angebote, Du kannst hier problemlos einen Tag verbringen. Aperitif? La Terraza, gefolgt von Tapas im Q11 oder italienischer Küche bei Trencadora. Falls noch Platz für Eis ist, darf ein Besuch bei Can Butxaca nicht fehlen. Port de Pollença mit seinem Yachthafen, der von Cafés gesäumten Promenade und dem langen Sandbogen, liegt einige Kilometer nördlich. Auch hier gibt es einige kulinarische Empfehlungen: Brisa Marina für Fisch und Meeresfrüchte, Terrae für etwas Gehobeneres (hier arbeitet ein venezolanischer Koch ausschließlich mit Bio-Zutaten von der Insel) oder Amazo als eher rustikale Option. Oder reserviere einen Tisch im Ca Na Toneta in Caimari – das Restaurant ist eine 30-minütige Fahrt von Pollença entfernt – und bitte die Eigentümer Maria und Teresa, ihren Lieblingswein aus der Region zu empfehlen.

Fotografie von Ana Lui

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