Die ukrainische Fotografin Alina Rudya – die auch Gründerin der Fotografinnen-Community Bell Collective ist – lebt in Berlin, hat aber einen viel weitreichenderen globalen Background.

Sie studierte in Berlin und New York und ist so gut wie immer unterwegs, sodass sie meist drei Wochen im Monat auf Reisen ist, um zu fotografieren und die Welt zu entdecken. Wir sprechen mit ihr darüber, wie es ist, immer auf Achse zu sein, wo sie gerne die Feiertage verbringen würde und warum es mehr als einen Ort gibt, an dem sie die Feiertage verbringt.

Erzähl uns von deiner Karriere. Gibt es einen Grund, warum du dich für Reisefotografie entschieden hast?

Als weibliche Fotografin musste ich mich oft gewissen Vorurteilen stellen – für mich war es immer wichtig, mit genau diesen zu brechen. Und ich möchte eigentlich auch mehr Frauen und junge Mädchen dazu bringen, die Welt auf eine ganz andere Weise zu entdecken und kennenzulernen. Eben nicht nur am Pool sitzen oder ein paar Touristenfotos vor schönen Locations machen, sondern einfach neue Dinge ausprobieren, und versuchen, die Abenteurerin zu sein – die ja eigentlich eine Rolle ist, die den Männern dieser Welt zugeschrieben ist. Darum habe ich neulich ein Kollektiv mit weiblichen Abenteurerinnen und professionellen Fotografinnen gestartet. Weil ich denke, dass wir diese Stereotypen beenden müssen, die das Reisen als Frau umgeben.
In meinem Beruf bin ich ständig unterwegs…andauernd packen und auspacken! Da ist zuverlässiges Handgepäck natürlich auch enorm wichtig.

Wie würdest du dein “Happy Place” beschreiben?

Mein Happy Place ist normalerweise der Platz 2A in der Business Class im Flugzeug – nein, so ist es natürlich nicht! Mein Happy Place ist eigentlich ganz einfach dort, wo die Menschen sind, die ich liebe. Es ist also keine bestimmte Stadt oder Location, sondern es sind die Leute, die mich umgeben.

Gibt es eine bestimmte (geheime) Tradition für die Feiertage, der du und deine Familie oder Freunde jedes Jahr nachgehen?

Die besondere Tradition… Ich glaube die Tatsache, dass wir tatsächlich alle zusammenkommen und Zeit füreinander haben, ist schon eine Tradition! Aber eigentlich war es die letzten Jahre immer so, dass ich mit meiner Familie Brettspiele gespielt habe. Ich weiß, dass es sich etwas banal anhört, aber auch mal Zeit weg von diesen ganzen digitalen Dingen zu verbringen, tut wirklich gut. Und beim Monopoly Spielen kommt bei mir sofort weihnachtliche Stimmung auf! Ich freue mich jedes Jahr darauf, einfach gemeinsam am Tisch zu sitzen und Spiele zu spielen.

Für manche ist es ein heißes Getränk, für andere ist es Musik – welcher Gegenstand oder welcher Moment löst bei dir das Gefühl aus, dass die besinnliche Zeit des Jahres losgeht?

Ich mag das ganze Essen und Trinken rund um Weihnachten und die Feiertage im Winter wirklich sehr – Glühwein zum Beispiel. Ich freue mich auf die Weihnachtsmärkte in Berlin, auf denen ich die verschiedensten Sorten probieren kann. Am liebsten mag ich die skandinavische Variante aus Island oder Finnland. Da kommt auch immer noch etwas Schnaps hinein, sodass es einem von Innen ganz warm wird.

Verbringst du die Feiertage jedes Jahr am gleichen Ort?

Ich komme ja aus Osteuropa, dort ist Weihnachten immer noch an einem anderen Tag als im Westen. Daher freue ich mich darüber, zwei Orte zu haben, an denen ich Weihnachten feiere. Den 24. oder 25. Dezember verbringe ich in Prag, im Januar bin ich dann in Kiew.

Wenn du die Feiertage überall auf der Welt verbringen könntest, wohin würde es dich ziehen?

Ich mag Schnee und Sonne im Winter total gerne – die Kälte macht mir überhaupt nichts aus, solang die Sonne scheint. Ich habe Weihnachten noch nie im tropischen Klima verbracht, beispielsweise unter Palmen an einem schönen Strand. Mein ideales Weihnachten wäre also im Badeanzug irgendwo am Meer mit einer Pina Colada in meiner Hand.

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