Reiseziel: Medellín

Ein Insider-Guide

Medellín, Kolumbiens aufstrebende Second City, ist eine kunterbunte Metropole voller Gegensätze und Möglichkeiten. Rund um die historischen Plazas eröffnen immer mehr moderne Cafés und die idyllischen Wasserläufe der Stadt sind gesäumt von farbenfroher Street Art. Medellín galt lange als die gefährlichste Stadt der Welt, denn sie lag fest in der Hand von Pablo Escobar und seinem blutigen Kokain-Imperium. Heute gilt die Stadt des ewigen Frühlings nicht nur wegen ihrer dynamischen Architektur als eine der innovativsten Städte der Welt. Der Fotograf Santiago Rodriguez nimmt Euch mit auf einen Spaziergang durch seine Heimatstadt und verrät Euch, was die Stadt für ihn so besonders macht. Er führt Euch an seine liebsten Orte zum Erkunden, Essen und Tanzen.

„Was Medellín für mich so besonders macht, ist, dass die Stadt sich wie ein eigenes Land innerhalb Kolumbiens anfühlt. Hier treffen bahnbrechende Denkweisen und langjährige Traditionen aufeinander", sagt Santiago. Die Stadt wird oft als ruhiger Gegenpol zum geschäftigen Bogotá beschrieben. Der erfrischende Mix aus Arbeiterfamilien und jungen Start-Ups macht Medellín zu einem Technologiezentrum, das vor kreativen Ideen nur so sprüht. Es gibt hier nicht nur unzählige Co-Working Spaces wie Impact Hub und Tinkko Co-Working, die Stadt ist auch bekannt für ihre sozialen Innovationen durch moderne Technologie. Dazu gehört das Netz aus Seilbahnen, das die ärmeren Berggemeinden wie Lebensadern mit dem Stadtzentrum verbindet und die Stadt sprichwörtlich zusammennäht.

Für Santiago ist Medellín in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. „Einer der schönsten Momente ist es, die Stadt zum ersten Mal zu sehen.” Die Fahrt vom Flughafen aus dauert 30 Minuten und führt durch sattgrüne, neblige Berge, die von einer atemberaubenden Landschaft umgeben sind. Nach etwa 20 Minuten erscheint die Stadt langsam wie aus dem Nichts am Horizont; ein Juwel, das im Aburra-Tal inmitten von Bergen liegt. „Dieser magische Anblick ist ein Erlebnis, das ich wohl nie vergessen werde und hat meine Liebe zu dieser Stadt entfacht” sagt er.

Las Palmas

Die Innenstadt von Medellín gilt als etwas heruntergekommen, aber wenn Ihr genau hinschaut, entdeckt Ihr interessante Gegenden mit Vintage Shops, traditionellen Restaurants und einzigartiger Architektur. Bei Moda Retro macht Ihr die besten Schnäppchen, bei El Rinconcito de Yenny findet Ihr kuriose Antiquitäten und Hacienda Origen serviert köstliche traditionelle Gerichte. Das weitläufige Stadtgebiet von Medellín mit seinen typischen roten Dächern ist von Hügeln durchzogen, sodass Ihr überall über versteckte grüne Oasen stolpert – perfekt für eine Auszeit im Grünen mitten in der Stadt.

Wenn Ihr Euch einen Eindruck von der unglaublichen Artenvielfalt Kolumbiens machen möchtet, lasst Euch vom Fluss Medellín nach Norden von La Candelaria zum Jardin Botanico de Medellín führen, dem legendären botanischen Garten der Stadt. Oder macht Euch auf den Weg zum Aussichtspunkt von Las Palmas, von dessen Berghängen aus Ihr einen weitreichenden Panoramablick auf die ganze Stadt habt.

El Poblado

Der Stadtteil El Poblado ist Medellíns wichtigster Treffpunkt für Reisende und bekannt für seine angesagten Restaurants, kulturellen Highlights und sein spritziges Nachtleben. Am besten startet Ihr den Tag im Museum für moderne Kunst, einem großen Häuserblock, der eine beeindruckende Sammlung kolumbianischer Kunst beherbergt. Von dort aus schlendert Ihr zum Pergamino Café, wo starker Kaffee und süßes Gebäck auf Euch warten. Euer Mittagessen holt Ihr Euch an einem der Street Food-Stände und nehmt es mit in den Parque Lleras – in dem lebhaften Park mischt Ihr Euch unter die Einheimischen und genießt Euer Essen im Freien. Danach geht es weiter zum opulenten El Castillo, einem Museum im Burgenstil, das eine Dauerausstellung und kostenlose Führungen anbietet.

Den Nachmittag könnt Ihr damit verbringen, durch die Nebenstraßen des Viertels zu schlendern. Schaut dabei unbedingt in der Buchhandlung Casa Tragaluz vorbei, bevor Ihr mit der Seilbahn auf die Hügel fahrt, um von dort aus den Sonnenuntergang über der Stadt zu erleben. Zurück im Stadtzentrum geht es zum Abendessen ins Carmen, ein stilvolles Restaurant, in dem ihr umringt von Pflanzen und Bäumen innovative kolumbianische Küche genießt. Eine Kostprobe südamerikanischen Lebensgefühls bekommt Ihr im hippen Underground-Club Salon Amador, wo das Nachtleben pulsiert. Ihr wollt lieber authentisch Salsa tanzen? Das könnt Ihr im Buena Vista. Wenn es doch etwas entspannter sein soll, erwartet Euch die Dachterrasse des Click Clack Hotel auf einen Cocktail oder Schlummertrunk in entspannter Atmosphäre.

Noch mehr inspirierende Fotos von Medellín findet Ihr auf Santiagos Instagram-Account @rodrigueztarditi

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