Surf In Morocco

Wir verraten euch die besten Spots zum Surfen im Wüstenstaat Marokko

Marokko ist vor allem bekannt für die unendliche Wüste, bunte Bazare, Gewürze und Tajine. Aber wusstet ihr auch, dass man dort einige der besten Surfspots findet? Das ganze Jahr über sommerliche Temperaturen und dabei mit dem Flugzeug in nur circa vier Stunden von Deutschland aus erreichbar – ein Wunder, dass wir Marokko fürs Surfen nicht schon viel früher auf dem Schirm hatten. Schließlich gibt es hier auf kurzer Strecke so viele weltklasse Surfspots wie an kaum einem anderen Ort dieser Welt. Surfen und dabei auch noch in eine völlig neue Kultur eintauchen – bleibt da noch Luft nach oben? Lest selbst unsere Favoriten!

Wenn schon die Anreise zum Abenteuer wird

La Grotte, Cap Sim

Du hast die Wahl: entweder läufst du 30 Minuten lang über Stock und Stein, oder du schwingst dich samt Surfbrett auf ein Quad oder einen Geländewagen, um an diesen Geheimtipp zu gelangen. Im Süden Marokkos kann man sich eigentlich immer sicher sein, dass einem nicht allzu viele Touristen über den Weg laufen, denn alles was südlich von Agadir liegt, ist ziemlich schlecht angebunden – was diesen Surfspot erst recht zu etwas ganz besonderem macht. Die abenteuerliche Anreise lohnt sich in jedem Fall und das wird einem spätestens dann klar, wenn man die beeindruckenden, starken Wellen mit eigenen Augen sieht. Hier wird vor allem in den Wintermonaten und am besten bei High-Tide gesurft. Wegen der Höhlen und Felsen ist La Grotte aber nur für erfahrene Surfer geeignet.

Anreise: Dem Tarmac Track von Sidi Kaoki aus folgen und rechts auf einen Trampelpfad abbiegen, bevor sich der Weg nach links biegt. Am besten fragt man aber immer wieder ein paar Leute nach dem Weg.

Orcas und Wellen

Killers

Der Name hört sich gefährlicher an, als der Ort ist. Der Killer Point wurde von Hippies entdeckt und schließlich nach den Orcas (auch Killerwal) benannt, die sich in der Gegend öfter mal rumtreiben; vor allem in der Mittagszeit kommen die bis zu sieben Meter langen Tiere häufig vorbei, für den Menschen sind sie ungefährlich. Killers hat abgesehen davon noch mehr zu bieten: und zwar schnelle, lange Wellen. Dadurch dass die Peak sich häufig verschiebt, wird es an einzelnen Stellen nie überfüllt. Aber auch dieser Spot ist ausdrücklich nur für Surfer mit Erfahrung geeignet, ansonsten kann es bei Hochwasser schnell passieren, dass man in eine der Höhlen gespült wird. Falls man sich beim Surfen noch nicht genug ausgepowert hat, ist der ehemalige Fischerort Taghazout, in dem sich dieser Spot befindet, übrigens ein eine kleine Stadt mit extrem charmanten Ecken und Erkundungspotential.

Anreise: Von Agadir aus mit dem Bus 32 oder Taxi nach Taghazout (ca. 20 km) fahren.

Wo die Wellen nie aufhören

Pointbreak, La Source

Gleich nebenan von Killers befindet sich der La Source Pointbreak. Hier gibt es hohe, saubere Wellen von Rechts, die über dem Riff brechen und perfekt für jeden fortgeschrittenen Surfer sind. Auch hier ist man noch in Taghazout, wo man die gesamte Küste entlang eine enorm große Auswahl an traumhaften Surfspots mit idealen Bedingungen hat – gerade in den Wintermonaten. Die Klassiker Anchors und Mysteries sind ebenso immer wieder einen Besuch wert; und bei einem Spaziergang kommt man daran und ohnehin an vielen weiteren schönen Plätzen vorbei.

Anreise: Vom Zentrum Taghazouts aus nicht einmal 15 Minuten zu Fuß entfernt.

Surfcamps & Gute-Wellen-Garantie

Point d’Immesouane

Diese Perle in Mittel-Marokko hat für jedes Surflevel etwas im Angebot und ist dabei noch relativ unentdeckt. Die Wellen hier zählen zu den besten des Landes, und das bestimmt nicht umsonst. Sollte der Swell in der Nähe des Fischereihafens einmal zu klein sein, findet man spätestens weiter westlich größere Wellen. In den Sommermonaten wird hier von einer „Gute-Wellen-Garantie” gesprochen, außerdem ist Immsouane selbst ein nettes Örtchen mit kleinen Restaurants und einigen sehr angesehenen Surfcamps und -schulen (z.B. Kahina Surfschool).

Anreise: Befindet sich genau zwischen Taghazout und Essaouira.

Surfen in der Hauptstadt

Rabat

Zum einen hat Rabat die besten Wellen im Norden zu bieten und zum anderen befindet man sich dort direkt in der modernen, recht entspannten Hauptstadt. Worüber man sich im Klaren sein sollte, ist dass man am Hauptstrand bestimmt nicht allein mit der Idee ist, sich dort aufs Brett zu stellen. Darum fährt man am besten einfach die Küstenstraße in Richtung Süden entlang; dort kommt eine Bucht nach der anderen und jede davon mit besten Surfbedingungen. Auch in den Sommermonaten erwarten einen hier großartige Wasserqualität und gigantische Wellen.

Anreise: Einfach die Küstenstraße von Rabat aus in Richtung Süden fahren – schon nach wenigen Minuten findet man viele kleine Buchten, von denen sich jede einzelne lohnt.