Die besten Tauchplätze Europas

5 Orte, um abzutauchen

Abtauchen – aber so richtig. Selten ist man der Natur so nah wie beim Tauchen. Man lernt sie von einer ganz anderen Seite kennen: So bunt, so nah bekommt man das Meer sonst wahrscheinlich nie zu Gesicht. Eine eigene Welt voller beeindruckender Lebewesen und Pflanzen; von Anemonen, Grotten und Felsen bis zu Fischschwärmen und Haien, die gemeinsam so beeindruckende Formationen bilden, dass nichts bleibt als die pure Faszination. Tauchen wird oft beschrieben als „das Gefühl, zu schweben” und jeder, der es selbst ausprobiert hat, weiß auch warum. Wenn nur die Geräusche knabbernder Fische zu hören sind … diese Ruhe unter Wasser ist einfach unvergleichlich. Und um das alles zu erleben, müsst ihr nicht an den Great Barrier Reef nach Australien fliegen – es gibt schon ganz in der Nähe unzählige Möglichkeiten, unvergessliche Momente unter Wasser zu verbringen. Findet hier heraus, welche Tauchspots in Europa wir zu unseren Favoriten gekürt haben.

Tauchen auf Sardinien

Die Insel ist sowohl über als auch unter dem Meeresspiegel geprägt von gewaltigen vulkanischen Felsformationen. Mit einer Sicht unter Wasser von bis zu 30 Metern und einer sehr angenehmen Wassertemperatur ist Sardinien der beste Beweis dafür, dass Tauchen am Mittelmeer auf keinen Fall langweilig ist. Von gut erhaltenen Wracks aus dem zweiten Weltkrieg (z.B. der deutsche Frachter KT12) über die mystische und verwinkelte Grotte „La Galleria”, die auch unter Wasser einfach atemberaubend schön ist – hier hat das Mittelmeer so einige Schätze zu bieten. Der Spot La Grottace begeistert mit bis zu haushohen Felsbrocken, die die unterschiedlichsten Meeresbewohner beherbergen; und nicht zu vergessen: Secca di Du Barone. Dort gibt es jedes Mal aufs Neue etwas Besonderes zu entdecken. Auf Sardinien sind unter anderem Seesterne, Drachenköpfe, Tintenfische, Mönchsfische und Krebse zu Hause. Wer hier also zum Tauchen hinkommt, wird auf keinen Fall enttäuscht.

Diving Malta

Malta hat neben der felsigen Küste zahlreiche sonnendurchflutete Buchten, Höhlen, Wracks, Grotten und interessante Riffformationen zu bieten. Das Unterwasserleben ist bunt und dicht besiedelt mit Papageienfischen, Barrakudas, Drachenköpfen, Hummern und den unterschiedlichsten Krebsen. Vor allem die Nordküste ist das reinste Paradies für Taucher, weil man meist direkt vom Land aus starten kann. Eine unglaubliche Erfahrung garantiert dort in der Nähe beispielsweise die Tuna Farm. Dort schwimmt man mit hunderten von Thunfischen, die zwischen 50 und 300 Kilogramm wiegen. Gemeinsam geht es dann bis zu 22 Meter in die Tiefe. Auch das Qawra Reef hat eine Menge im Angebot. Von der Küste aus lässt sich hier das Riff mit einer gigantischen Steilwand und vielen großen Höhlen bestaunen. Auch wenn Qawra ein recht touristischer Ort ist, findet man hier Ruhe und nicht allzu viele menschliche Begegnungen unter Wasser. Auch vor Malta gibt es einige Schiffswracks: Vor allem die HMS Stubborn, ein britisches U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg, hat es uns angetan. Nicht nur die Länge von knapp 70 Metern, sondern auch der kaum beschädigte Zustand sind der Knaller. Das Wrack ist wunderschön bewachsen und dennoch sind viele Details zu erkennen. Ein echter Geheimtipp ist der L’Ahrax Point. Dort gibt es neben Unmengen an Fischen einen Tunnel, der zu einem Inlandsee inklusive imposanter Höhle in 30 Metern Tiefe führt.

Tauchen auf Kreta

Wer zum Tauchen auf die Insel Kreta kommt, kann sich auf unglaubliche Lichtverhältnisse unter Wasser einstellen. Bei der Schinaria Höhle beispielsweise, taucht man ab, bis plötzlich mitten auf einer weißen Sandfläche eine Höhle kommt, in die man durch einen von Tageslicht durchfluteten Tunnel gelangt. Eine weitere faszinierende Höhle, die ihr unbedingt erkunden solltet, ist El Greco. Dort trifft an einer Stelle Süßwasser aufs Salzwasser, wodurch es zu schillernden Reflektionen kommt. Wer noch tiefer gehen möchte, wird die Kalypso Walls lieben. In bis zu 250 Metern Tiefe gibt es dort Felsvorsprünge, gewaltige Steinwände und kleine Höhlen voller Tintenfische, bunten Fischschwärmen, Schwämmen, Seesternen und Feuerwürmern. Auch Stachelrochen sind hier keine Seltenheit. Etwas düsterer geht es in der Souda Bucht zu, wo es neben steilen Abgründen eine Unterwasserhöhle mit versteinerten Elefantenknochen gibt. Doch neben den Resten aus anderen Zeiten herrscht in Kretas Unterwasserwelt das blühende Leben mit Seeanemonen, Shrimps, Langusten und farbenfrohen Krabben.

Tauchen in Kroatien

Durch die steinige Küste und wenig Sand ist das Wasser hier besonders klar. Taucher aus aller Welt kommen jedes Jahr an die Adria, weil es hier nicht nur scheinbar unendlich viele Pflanzen- und Tierarten gibt, die nur an der Adria zu finden sind, sondern unter all den beliebten Wracks sogar einige von Flugzeugen, die unter Wasser erkundet werden können. Das absolute Mekka für Wracktaucher ist definitiv Losinj. Dort kann man in einem Torpedozerstörer aus dem zweiten Weltkrieg schwimmen und im Radius von circa 50 Metern gleich weitermachen und viel mehr alte Schiffe und ihre neuen Bewohner besuchen. Wer noch mehr Wracks sehen möchte bekommt bei Vis nicht nur das zu Gesicht, sondern auch zahlreiche Unterwasserhöhlen und eine glasklare Sicht von bis zu 50 Metern. Um die herausragende Wasserqualität noch mehr zu genießen, sollte man sich das Lastavo-Archipel nicht entgehen lassen: Manche sagen sogar, dass das Wasser an keinem Ort der Welt so türkis leuchtet wie hier. In Kvarner kommen dann noch Unterwassergärten und weitere Schiffswracks hinzu, die zum Teil sogar noch mit ihrer alten Fracht beladen sind. Dieses Gebiet ist immer noch recht unbekannt, weshalb es hier bestimmt nicht zu großen Ansammlungen von Tauchern kommen wird. Stattdessen begegnen einem hier Katzenhaie, Conger-Aalen, Seesterne und Oktopusse, die für eine gewaltige Portion Gänsehaut sorgen.

Auf Lanzarote tauchen

Von Meeresschildkröten über Engelhaie, Hammerhaie, Schmetterlings- und Stachelrochen bis hin zu Mondfischen und Korallen werden auf Lanzarote wirklich alle Wünsche erfüllt. Letztere sind bei Wakiki besonders beeindruckend, wenn man den versteckten Spot endlich entdeckt hat. In maximal 40 Metern Tiefe lassen sich rote Korallen sowie verschiedene Muränen- und Rochenarten beobachten. Um vielleicht zum ersten Mal im Leben Schildkröten zu sehen, die mitten durch das Wasser gleiten, ist Playa Flamingo der richtige Ort. Hier sollte man unbedingt die Augen in alle Richtungen offen halten, denn neben den Schildkröten ist die Gegend bekannt für gigantische Fischschwärme, Engelhaie und Rochen, die sich im weichen Sand verbuddeln. Noch größere Fische gibt es bei Charco del Palo zu sehen. Dort leben in einer kleinen Höhle auf weißem Sand unter anderem Mantas, Mondfische und Hammerhaie. Und natürlich lässt Lanzarote auch die Herzen erfahrener Wracktaucher höher schlagen: Bei Viejos Naufragios liegen insgesamt sechs Schiffswracks an einem einzigen Tauchplatz. Neben stählernen Fischerbooten gibt es hier einen ganzen Schiffsfriedhof, wo einem in der Tiefe häufig Stachelrochen und Thunfische begegnen.

Die perfekten Begleiter

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